Webseiten-Restlaufzeiten

Restlaufzeiten von Webseiten nach linearer Regression

Das Jahr 2012: Verlierer und Gewinner der Restlaufzeiten nach IVW

Die wohl prominentesten Verlierer im Jahresrückblick 2012 der Webseiten-Restlaufzeiten sind die VZ-Netzwerke, ProSieben Online und Windows Live. Während der Niedergang der VZ-Netzwerke vielfach diskutiert wurde, scheinen die Restlaufzeiten von nur sechs Monaten für ProSieben Online und nur elf Monaten für Windows Live in der Fachpresse bislang eher wenig Aufmerksamkeit gefunden zu haben.

Die kürzeste Restlaufzeit mit nur noch drei Monaten weist tape.tv auf. Das kleinere VZ-Pendant Schueler.CC kommt noch auf acht Monate, die Personensuche von 123people noch auf elf.

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Berücksichtigt wurden IVW-ausgewiesene Websites mit mindestens fünf Millionen Visits im Dezember 2012 und einem klaren linearen Trend von |pearson’s r| >.80 zwischen Dezember 2011 und 2012.

Auf den Plätzen 7 bis 12 folgen das soziale Netzwerk wer-kennt-wen.de und die Telefonauskunft klicktel.de mit einer Restlaufzeit von je noch einem Jahr, die Online-Spiele-Welt von Fantastic Zero und die Kleinanzeigen von dhd24.com mit je 17 Monaten, ciao.de mit 22 und MSN mit noch 25 Monaten Restlaufzeit.

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Etwas weniger drastisch fallen die Restlaufzeiten vom Spieleportal Gamona sowie von Arcor.de (je 43 Monate) und der Telefonauskunft Das Örtliche (77 Monate) aus. Von einem hohem Ausgangsniveau aus haben auch die beiden US-Riesen AOL und Yahoo! stetige Rückgänge zu verschmerzen, mit Restlaufzeiten von je etwas über vier Jahren.

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Auf der Gewinnerseite weist Womenweb fulminante Steigerungsraten auf. Starkes stetiges Wachstum verzeichnen auch die Frage-Portale von helpster und gutefrage.net, sowie die Unterhaltungsangebote von moviepilot und PromiFlash.

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VZ-Talfahrt überschattet Sinkflug der US-Portale

Die Talfahrt der IVW-Visit-Zahlen für soziale Netzwerke geht erwartungsgemäß weiter: Die VZ-Netzwerke haben eine aktuelle Restlaufzeit von fünf Monaten, wer-kennt-wen zehn Monate, Schueler.cc und Myspace zwölf Monate, Knuddels 27 Monate.

Die kürzeste Restlaufzeit aller von der IVW ausgewiesenen Websites (mit mind. 5 Mio. Visits im Juli 2012 und einem klaren linearen Trend von mindestens pearson’s r >.80 zwischen Juli 2011 und 2012) hat jedoch qmnetwork.de mit derzeit nur noch drei Monaten. qmnetwork.de gehört wie die VZ-Netzwerke zum Holtzbrinck-Konzern.

Überschattet von der Talfahrt der sozialen Netzwerke findet ein stetiger Sinkflug gr0ßer US-Portale statt: Windows Live und MSN haben nur noch 17 bzw. 27 Monate Restlaufzeit, AOL 50, Flickr 54 und auch Yahoo! verliert, wenn auch auf hohem Niveau: Immerhin 87 Monate bzw. siebeneinviertel Jahre bleiben Marissa Mayer. AOL kommt auf Basis der AGOF-Unique-User sogar nur nochauf eine Restlaufzeit von 13 Monaten.

Bemerkenswert übrigens auch, dass die IVW erstmals Angebotsbestandteile ausweist: Demnach besteht T-Online nur zur 42 Prozent aus t-online.de, der Rest kommt vor allem von autoscout24 und immobiliebscout24 mit 32 bzw elf Prozent Anteil an allen sogenannten T-Online-Visists.

Und RTL.de besteht nur zu 44 Prozent aus rtl.de, 49 Prozent kommen dagegen von wetter.de. Pro Sieben Online besteht sogar nur zu 35 Prozent aus prosieben.de. Die Restlaufzeit von Pro Sieben Online beträgt übrigens nur noch 18 Monate. Dem Konkurrenten RTL2 geht es da deutlich besser: Sie führen die Liste der Gewinner an mit einem durchschnittlichen Wachstum von 13 Prozent:

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Hat AOL nur noch 13 Monate?

Das Schlusslicht der aktuellen Webseiten-Restlaufzeiten auf Basis der AGOF-Zahlen (Unique User) für Mai 2011 bis 2012 sind erwartungsgemäß wieder die VZ-Netzwerke: Restlaufzeit sechs Monate. Auf dem zweiten Platz folgt gleich eine weitere Holtzbrinck-Beteiligung: Das QMNetwork.de, also das Netzwerk des Vermarkters Quarter Media. Dieses Netzwerk ist immerhin (noch) so groß wie AOL Deutschland. Beide hätten aber nur noch eine Restlaufzeit von 13 Monaten – sofern man dem linearen Trend folgt. Auch MySpace schafft demnach keine zwei Jahre mehr, sondern nur noch 20 Monate.

Berücksichtigt wurden alle von der AGOF gelisteten Angebote, die im Mai 2012 mindestens eine Mio. Unique User hatten und im Zeitraum Mai 2011 bis 2012 einen klaren linearen Trend (|Pearson’s r| >= 0.8) aufweisen. Auf den weiteren Plätzen finden sich weitere deutsche Ableger von US-Sites wie Windows Live (26 Monate Restlaufzeit), deren Mutter MSN (33) und Flickr (33). Auffallend ist auch die Häufung von Personensuchmaschinen mit Yasni (39) und 123people (45) sowie von ISPs mit Freenet (58) und Arcor (77) sowie der beiden United Internet Freemailer GMX und Web.de, die allerdings dank ihres sehr hohen Ausgangsniveaus noch auf recht lange Restlaufzeiten von 107 bzw. 117 Monaten kommen.

Auf der Gewinnerseite weisen mediasports.net, its4families, finanzhorizonte und Business&more zweistellige Wachstumsraten auf:

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wer-kennt-VZ-Space.CC?

Das Ranking der kürzesten Restlaufzeiten wird wie schon gewohnt von den VZ-Netzwerken angeführt (noch vier Monate), gefolgt von den weiteren Social Networks wer-kennt-wen.de (noch zehn Monate), Schueler.cc (12), MySpace (12) und Knuddels (21). Auch die Besuchszahlen für ProSieben Online weisen nach unten und lassen eine Restlaufzeit von eindreiviertel Jahren erwarten. Lt. den aktuellen IVW-Zahlen für Mai 2012 sind die Lokalisten nun unter die 5-Millionen-Visists-Schwelle gefallen und werden daher nicht mehr in den Webseiten-Restlaufzeiten berücksichtigt (s.u.).

Windows Live und deren Schwester MSN liegen in etwa gleichauf mit Restlaufzeiten von etwas über zwei Jahren. Etwas langsamer sind die Rückgänge bei Flickr.de (39 Monate), Spox.com (46) und AOL (56).

Auf der Gewinnerseite finden sich vier Webseiten mit zweistelligen Wachstumsraten: its4families (+22,5%), bestofgamers (+20%), helpster (+11,9%) und business&more (+11,6%):

In das Ranking einbezogen wurden Angebote, die einen klaren linearen Trend aufweisen (|Pearson’s r| > 0.8) und im Mai 2012 mindestens fünf Millionen Visits hatten.

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In einem Jahr: Fünf Social Networks weniger?

Die aktuellen Webseiten-Restlaufzeiten werden wieder von den VZ-Netzwerken ‘angeführt’ – gefolgt von fünf weiteren Social-Networks:

Nach einer Ausweisungspause im Februar 2012 nehmen die VZ-Netzwerke seit März wieder an der IVW-Ausweisung teil. Die Restlaufzeit beträgt noch immer drei Monate, der Abwärtstrend hat sich also etwas verlangsamt. Mehr oder weniger unverändert bergab geht es auch für die Lokalisten, wer-kennt-wen, Schueler.CC, MySpace und Knuddels. Die in den Vormonaten ebenfalls stets genannte KWICK! Community ist inzwischen aus der IVW ausgetreten.

Auf den Plätzen 7 bis 12 folgen Pro7 und deren News-Schwester N24, dazwischen die Microsoft-Portale MSN und Windows Live mit je grob noch zwei Jahren Restlaufzeit. Der Foto-Community Flickr hat demnach noch etwa zweieinhalb Jahre vor sich. Auch das Web-Urgestein AOL schrumpft stetig – aber so langsam, dass es noch für fünfeinhalb weitere Jahre reichen sollte.

Basis sind die IVW-Visit-Zahlen. In das Ranking einbezogen wurden Angebote, die einen klaren linearen Trend aufweisen (|Pearson’s r| > 0.8) und im April 2012 mindestens fünf Millionen Visits hatten.

Auf der Gewinnerseite bleibt its4families Wachstumsführer vor RTL2. Neu unter den Gewinnern findet sich business&more, während sich das Wachstum des Blog-Netzwerks mokono (inzwischen übernommen von populis) abschwächt. Und die gutefrage.net-Schwester helpster darf sich sich über den Einstieg auf Platz 5 freuen.

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AGOF-Trendlineal: VZ und AOL floppen, Vertical Networks und KaufDA toppen

Die AGOF-Zahlen für Dezember 2011 bekräftigen den Sturzflug der VZ-Netzwerke: Nach linearer Logik haben sie eine Restlaufzeit von sieben Monaten – ab Januar 2012, also noch vier Monate ab jetzt. Damit verkürzt sich die Restlaufzeit im Vergleich zur Trendanalyse des Vormats um einen weiteren Monat.

Die Lokalisten haben nur noch eine Restlaufzeit von drei Monaten (Vormonat: 4) – ab Januar, dürften demnach also just in diesen Tagen ihre letzten Besucher begrüßen bzw. verabschieden. Sie erscheinen allerdings nicht in dieser Auswertung, da sie ja bereits weniger als eine Million Unique User haben: Gelistest werden nur AGOF-geprüfte Sites mit mindestens einer Mio. Unique User im Dezember 2011 und einem klaren linearen Trend (|Pearson’s r| > 0.8).

Den Abwärtstrend etwas bremsen konnten dagegen Preisvergleichsportale, die im Vormonat neben den Social Networks als zweite Unique-Looser-Gruppe identifiziert wurden. So steigt bspw. die Restlaufzeit von Preissuchmaschine.de wieder von sechs auf elf Monate – möglicherweise ein Weihnachtseffekt?

Wer-kennt-wen verharrt bei 23 Monaten Restlaufzeit. AOL aber stürzt von 40 auf 30 Monate Restlaufzeit ab:

Spannend bleibt es für Pro7Sat1 und Microsoft, die wie im Vormonat mit mehreren Sites in der Unique-Looser-Liste vertreten sind, allerdings teilweise mit Erholungstendenzen wie bspw. bei Pro7.de mit nun 30 statt zuvor 22 Monaten Restlaufzeit.

Auf der Gewinnerseite dürfen sich wieder die Vertical Networks Portale Its4families und sozene freuen.

Neu unter den Gewinnern ist KaufDA mit einer durchschnittlichen monatlichen Steigerung von 3,5 Prozent. Stetiges Wachstum kann zudem wieder radio.de vorweisen (+3,2%).

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Lokalisten nur noch sechs Monate Restlaufzeit

Die Webseiten-Restlaufzeiten haben einen neuen “Spitzenreiter”: Lokalisten. Die lineare Regression über die letzten 13 Monate ergibt eine statistische Restlaufzeit von nur noch einem halben Jahr.

Basis sind die IVW-Visit-Zahlen. In das Ranking einbezogen wurden Angebote, die einen klaren linearen Trend aufweisen (|Pearson’s r| > 0.8) und im Februar 2012 mindestens fünf Millionen Visits hatten.

Für den bisherigen “Spitzenreiter” StudiVZ und Geschwister konnte von der IVW leider aus technischen Gründen keine Visit-Zahl für den Februar ausgewiesen: “VZ Netzwerke Hinweis: Keine Ausweisung, da aufgrund einer fehlerbehafteten technischen Umstellung des Dienstleisters die Zugriffe nicht korrekt gemessen wurden. Eine Korrektur der Daten rechtzeitig zum Ausweisungstermin war nicht möglich.”

Wie schon in den Vormaten sind weiterhin vor allem Social Networks vom mehr oder weniger schleichenden Visit-Verfall betroffen: Demnach hat auch KWICK! nur noch acht Monate (lineare) Restlaufzeit, gefolgt von Wer-kennt-wen mit nur noch elf Monaten sowie Schuler.cc und MySpace mit je nur noch einem Jahr. Weiter hinten auf den Plätzen acht und neuen finden sich zudem Knuddels.de (noch 17 Monate) und das höchst namhafte Flickr mit noch 19 Monaten. Damit sind sieben der zehn Flop-10-Platzierungen durch Social-Networks belegt.

Ebenfalls stetig abnehmend verhalten sich die Pro7Sat.1-Konzerngeschwister N24 und PRO7: Sie bringen es auf Restlaufzeiten von noch 15 bzw. 20 Monaten. Die Microsoft-Sites MSN und Windows Live haben nach linearer Logik noch plus/minus ein Jahr vor sich, ihre US-Kollegen von AOL immerhin noch auf fast sechs Jahre.

Auf der Gewinnerseite umrahmen die Vertical-Networks-Portale its4families und sozene das zweitplatzierte RTL2. Sie wuchsen durchschnittlich pro Monat um 33 bzw. je ca. 20 Prozent. Hinter mokono weist bild.de trotz straker Rückschläge in den letzten vier Monaten noch immer einen statistischen 13-Monats-Aufwärtstrend auf. Es folgen die Telefonauskünfte von telegate, das Hörfunk-Portal radio.de, die Personensuchmaschine Yasni und Glam.


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Unique User Trendlineal

Webseiten-Restlaufzeiten können auch auf Basis der von der AGOF ermittelten Unique Users berechnet werden. Interessanterweise findet sich dann neben den hier bereits als Visit-Verlierern identifizierten Social Networks eine zweite “Unique User Looser”-Gruppe: Preisvergleichsportale.

Mit Preissuchmaschine.de, Preisvergleich.de und Yopi finden sich gleich drei Preisvergleichsportale in der Top-5 der “Unique User Looser”, mit Restlaufzeiten von einem halben bis etwas über einem Jahr.

Wenig überraschend nehmen auch hier die VZ-Netzwerke eine traurige Top-Platzierung ein – sie hätten demnach noch eine Restlaufzeit von acht Monaten. Dabei ist zu bedenken, dass die AGOF-Unique-User-Daten den IVW-Visit-Daten stets um zwei Monate hinterherhinken und die jüngsten Daten sich somit auf November 2011 beziehen. Dies erklärt zur Hälfte, warum die VZ-Restlaufzeit hier in der Unique-User-Betrachtung um vier Monate höher ausfällt als in der Visit-Betrachtung. Die zweite Hälfte des Unterschieds dürfte sich dadurch erklären, dass die Anzahl der Besucher einer Website generell etwas “zäher” sein dürfte als die Anzahl der Besuche: Gerade Social Networks werden wohl zunächst seltener pro Monat besucht, bevor sie später gar nicht mehr besucht werden.

Auch auf den Plätzen 6-10 finden sich sowohl alte Bekannte aus der Visit-Betrachtung als auch neue Gesichter:

Neben dem Social Network Wer-kennt-wen findet sich hier mit Ciao aus dem Hause Microsoft eine weiteres Preisvergleichsportal. Während der Abstieg der Social Networks recht schlüssig als Facebook-Effekt interpretiert werden kann, fehlt eine vergleichbar schlüssige Erklärung für den Abstieg der Preisvergleichsportale.

Auffällig ist, dass neben Ciao auch weitere Websites aus dem Hause Microsoft vom Abwärtstrend betroffen sind: MSN und Windows Live sind ebenfalls rückläufig.

Sogar gleich viermal vertreten sind Websites aus dem Hause ProSiebenSat.1: ProSieben.de, N24.de, sixx und MyVideo verlieren stetig an Besuchern. Auch das hauseigene Social-Network die Lokalisten verliert stetig – wurde hier aber nicht mit aufgenommen, weil als Schwellwert mindestens eine Million User in November 2011 gewählt wurde. Lokalisten liegt seit September 2011 unterhalb dieses Schwellwerts. Dieser Schwellwert erklärt übrigens auch weitere Abweichungen zwischen der Liste der Unique-User-Verlierer und der der Visit-Verlierer – denn dort wurden als Schwellwert 10 Millionen Visits gewählt. Ansonsten wurde die identische Methode verwendet, nämlich Auswahl von Websites mit einem statistisch linearen Trend (|Pearson’s r| > 0.8).

Auf den weiteren Plätzen – dann aber schon mit Restlaufzeiten von über drei Jahren – finden sich namhafte Portale wie AOL, freenet und arcor. Aber auch XING weist einen stetigen Abwärtstrend auf, ebenso WEB.DE – allerdings mit einem derart hohen Ausgangsniveau, dass WEB.DE noch weitere 13 Jahre vor sich, bevor die User ausgehen.

Und am Schluss wieder der Blick auf die Gewinner: Travel24 steigt am schnellsten, allerdings von einem sehr geringen Ausgangsniveau aus, gefolgt von noch vergleichsweise unbekannten Namen wie “its4families” und “sozene” mit durchschnittlichen monatlichen Steigerungsraten von beeindruckenden 32 bzw. 14 Prozent.

Die Telefonauskünfte Telegate (klickTel/11880) und DasTelefonbuch waren auch schon in der Visit-Betrachtung als Gewinner aufgefallen, ebenso Glam.

Auch die Apotheken-Umschau kann sich zunehmend online etablieren. Und just im November 2011 überwindet auch radio.de die 1-Million-User-Schwelle und zieht damit und dank stetiger Steigerung ins Gewinner-Ranking ein.

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Restlaufzeiten: Es gibt auch Gewinner

Die VZ-Netzwerke konnten ihren Visit-Verfall im Januar etwas abbremsen und kommen nun auf eine “Restlaufzeit” von doch noch vier Monaten. Drei weitere Social Networks folgen auf den Plätzen zwei bis vier: Kwick hat nach dieser strikt linearen Logik noch neun Monate, Wer-kennt-wen noch zwölf und Schueler.cc noch 14.

Nach diesen Social Networks folgen wie im Vormonat wieder namhafte Portale: N24, PRO7, MSN und Windows Live mit Restlaufzeiten zwischen 16 und 28 Monaten. AOL schließlich verliert so langsam aber stetig an Visits, dass statistisch immerhin noch sechs Jahre Restlaufzeit zu erwarten sind.

Berücksichtigt wurden in dieser Auswertung nun nur noch Websites, die über die letzten 13 Monate einen klaren linearen Trend aufweisen (Pearson’s r > 0.8) und im Vorjahres-Januar lt. IVW mindestens 10  Mio. Visits hatten.

Auf diese Weise können auch die linearen Visit-Gewinner berechnet werden – hier statt “Restlaufzeit” mit durchschnittlicher Monatssteigerung in Prozent. Das stärkste lineare Wachstum mit monatlich 11,5 Prozent konnte demnach Computerbild.de für sich verzeichnen (wobei es hier eine auffällige Treppenbildung im Juni und Oktober 2010 gibt).  Auf dem dritten Platz des Siegerpodestes landet – entgegen dem o.g. negativen Trend für Facebook-Konkurrenten – die “Personensuche yasni.de” mit einer monatlichen Steigerung von 6,2 Prozent. Auffällig auch, dass mit telegate (klicktel.de, 11880.com) und Telefonbuch.de zwei weitere Auskunftsdienste zu den Gewinnern zählen (+7,7% bzw. +2,6%).

Warum macht Facebook anderen Social Networks das (Über-)Leben schwer, nicht aber der Personensuche?

Ebenfalls zur Gewinnerriege zählen Glam (+4,9%), Handelsblatt (+4,4%), Chefkoch.de (+4,3%) und Gamestar (+3,6%).

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Webseiten-Restlaufzeiten

Seit Wochen erfreut sich http://www.wannstirbtstudivz.com/ großer Aufmerksamkeit. Auf Basis von IVW-Zahlen wird dort prognostiziert, wie lange (bzw. wie kurz) es (nur) noch dauert, bis StudiVZ keine Visits mehr hat – und damit “stirbt”.

Inzwischen hat sich die Diskussion auch auf die übrigen deutschen Social Networks ausgeweitet (z.B. Zum Verlauf des Untergangs der deutschen Social Networks).

Die Vermutung liegt nahe, dass die Visit-Rückgänge vieler Social Networks in der fortschreitenden Nutzung von Facebook begründet sind. Aber räubert Facebook wirklich nur bei der direkten Social-Media-Konkurrenz? Oder sind auch andere Websites betroffen, z.B. News und Unterhaltung?

Dazu wurden hier ebenfalls die IVW-Daten des letzten Jahres analysiert: Für alle Websites wurde der lineare Trend der letzten 13 Monate berechnet und daraus die “Restlaufzeit” in Monaten abgeleitet.

Demnach “stirbt” tatsächlich niemand so schnell wie die VZ-Netzwerke mit einer Restlaufzeit von drei Monaten – dicht gefolgt von weiteren Social Networks: Kwick und Wer-kennt-wen mit acht bzw. zehn Monaten Restlaufzeit.

Aber: Ab Platz 5 folgen große Namen wie N24 und Pro7 Online, die demnach nur noch 14 bzw. 15 Monate Restlaufzeit haben. MSN und MyVideo kommen nur noch auf 20 bzw. 25 Monate. Und selbst das Dickschiff T-Online würde nach dieser strikt linearen Logik in viereinhalb Jahren versunken sein.

Hier die Flop-20 der Restlaufzeiten (für Websites mit mehr als 10. Mio Visits p.M.):

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